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Konzeption

Pädagogik

Arbeiten nach dem Bayerischen Bildungs- u. Erziehungsplan
Welche Basiskompetenzen brauchen unsere Kinder für eine erfolgreiche und zufriedene Zukunft?
Soziale Kompetenzen
Menschenbild

Was heißt Bildung?
Seit 01.01.2006 ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan nach §§ 1,2 des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG) für unseren Kindergarten maßgebend.
Im Mittelpunkt stehen die Bildungsbedürfnisse, die Kinder bis zur Einschulung für ihre optimale Entwicklung haben.

„Der Begriff Bildung bezeichnet die Entwicklung des Menschen im Hinblick auf seine geistigen, seelischen, kulturellen und sozialen Fähigkeiten. Bildung heute gilt als lebenslange, nie entgültig abschließbare Leistung der Eigentätigkeit und Selbstbestimmung des sich bildenden Menschen“
(Bay.KiBig).

Welche Basiskompetenzen brauchen unsere Kinder für eine erfolgreiche und zufriedene Zukunft?

Individuumsbezogene Fähigkeiten
Der Erwerb und die Stärkung von Basiskompetenzen sind die grundlegende Zielsetzung und die oberste Richtschnur der Arbeit im Elementarbereich bzw. im Kindergarten.

Selbstwertgefühl
Unsere Kinder brauchen ein gutes Selbstwertgefühl, sie müssen sich selbst wertschätzen. Dies geschieht bei uns:

Selbstverwirklichung und Selbstregulation
Unsere Kinder erleben, dass sie ihre Umwelt beeinflussen können, dadurch entwickeln sie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Ergänzend dazu müssen sie jedoch auch lernen, sich zu konzentrieren, eine Weile durchzuhalten und die eigenen Gefühle zu steuern.

Neugier

mikroskop

Damit sich Neugier und individuelle Interessen unserer Kinder entfalten, kann jedes Kind besondere Präferenzen beim Spielen und bei seinen Beschäftigungen entwickeln. Unsere Kinder sollen nicht nur zu Personen, sondern auch zu Dingen bedeutungsvolle Beziehungen aufbauen.

Differenzierte Wahrnehmung
Eine differenzierte Wahrnehmung ermöglicht den Kindern, die Welt in ihrer Vielfalt zu erfassen. Wenn sie etwas beobachten oder ertasten, können wir als Erzieher die Kinder auffordern und ermutigen, verschiedene Eigenschaften wie Größe, Gewicht, Farbe, Temperatur usw. zu benennen. Die Begriffsbildung unterstützt u. a. die Denkfähigkeit.

Kreativität
Die Kreativität der Kinder zeigt sich durch den originellen Ausdruck im sprachlichen, musikalischen und künstlerischen Bereich. Im Spiel werden unsere Kinder ermuntert, Reime zu erfinden, Geschichten zu erzählen, nach eigenen Vorstellungen zu malen, auf Musikinstrumenten zu spielen oder sich rhythmisch zur Musik zu bewegen.

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Soziale Kompetenzen

Emotional stabile Bezugspersonen
Unsere Kinder lernen, gute Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen aufzubauen. Wir helfen ihnen dabei, indem wir uns offen und wertschätzend verhalten. So wird z.B. neuen Kindern bei der Kontaktaufnahme geholfen usw.
Emotional stabile Bezugspersonen sind für Kinder besonders in Zeiten der inneren oder äußeren Verunsicherung wichtig.

Unsere Kinder sollen erfahren:

  • Menschen sind verlässlich und in sich stimmig
  • Wenn Menschen Fehler gemacht haben, bringen sie es wieder in Ordnung

Wir achten daher auf:

  • Kongruentes Erzieherverhalten, d. h. Verhalten, Sprache und Einstellung sind übereinstimmend
  • Regelmäßige Reflexion und gegenseitige Rückmeldung im Team, um „Blinde Flecken" zu entdecken
  • Pünktlichkeit und Fairness im Alltag
  • Schöne Begrüßung und Verabschiedungsrituale mit jedem Kind
  • Grundsätze wie, „Jeder Tag ist ein neuer Anfang“ oder „Jedes Kind hat das Recht auf eine neue Chance – immer wieder.“

Kommunikationsfähigkeit
Kommunikationsfähigkeit ist eine der wichtigsten Kompetenzen für ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft. Die Kinder lernen bei uns, sich auszudrücken, zuzuhören und bei Unklarheiten nachzufragen. Sie lernen bei uns eine eigene Meinung zu haben, ihren Standpunkt zu begründen und gegebenenfalls zu überdenken. Dies alles geschieht in alltäglichen Situationen wie z. B.:

  • Wie bekomme ich einen Freund (Dies erfordert u. a. auch die Sensibilisierung und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein.)
  • Welche Regeln und Normen gibt es bei uns
  • Wie kann ich mich wehren, ohne anderen weh zu tun
  • Wie kann ich Schwächeren helfen

Wissen von der Welt

Kinder können die Fähigkeit erwerben, sich selbst ihre Antworten auf Fragen zu erschließen. Von besonderer Bedeutung ist hierbei der kompetente und kritische Umgang mit den Medien.
Neben dem Erwerb von Vorwissen und Allgemeinbildung ist die Fähigkeit zu lernen oder das Lernen, wie man lernt, gezielt zu fördern. Es erfordert ein Nachdenken über das eigene Denken, z. B. wenn man sich die Planungsschritte bewusst macht, wie man eine vorgegebene Aufgabe angeht.
Wir wollen unsere Kinder in diese Richtung fördern. Sie sollen sich selbst und andere beobachten, ihr Verhalten reflektieren und eine eigene Meinung darüber bilden. Dadurch können sie erklären, wie sie zu ihrem Wissen gekommen sind und warum sie die Ergebnisse für richtig halten.

Welche Bildungsangebote gestalten wir für und mit Kindern?

Die Gestaltung der einzelnen Lernarrangements und des Tagesablaufes orientiert sich bei uns an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Entwicklung. Unsere Bildungsangebote berücksichtigen die soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung des Kindes. Um täglich mehrere strukturierte Lernsituationen anbieten zu können, muss es möglich sein, über längere Zeit hinweg weitgehend ungestört pädagogisch zu arbeiten.

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Menschenbild

Unser Bild vom Kind
Kinder sind neugierige und kompetente Wesen. Sie erforschen sich und die Welt um sich herum und eignen sich selbst dabei Wissen an.
Wir respektieren die Persönlichkeit der Kinder und achten auf ihr Wohlbefinden. Ein Kind darf niemals beschämt werden. Bildung im frühkindlichen Alter ist ein sozialer Prozess. Lernen findet in konkreten Situationen und im Austausch mit anderen statt. Kinder übernehmen Verantwortung und beteiligen sich an allen Entscheidungen und Handlungen. Sie sind Akteure im Bildungsprozess.

Resilienzförderung

Resilienz = Förderung der Widerstandsfähigkeit
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und mit den negativen Folgen von Stress umzugehen.

Aussage von Dr. Marcus Roth (Entwicklungspsychologe):

„ Die Resilenz ist ein Schutzschild und die Wirkung eines Schutzschildes zeigt sich erst dann,
wenn Gefahr droht.“

 
Fußball

Wir möchten unseren Kindern frühzeitig lernen, sich auf ihre Stärken zu besinnen, sowie das Positive an sich selbst und an belastenden Situationen zu sehen. Dadurch werden sie sich von Problemen weniger verunsichern lassen und somit weniger Stress erleben; sie werden Probleme vielmehr als Herausforderung wahrnehmen und Kräfte für deren Bewältigung mobilisieren.

Was stärkt Kinder?
Unterstützt wird die Widerstandsfähigkeit durch:

  • eine stabile Beziehung zu den Eltern oder einem Elternteil
  • ein warmes strukturiertes Erziehungsklima in unserem Kindergarten
  • soziale Verantwortung z. B. Aufgaben in der Gruppe (Blumen gießen etc.)
  • eine individuell angemessene Leistungsförderung, die ein Erfolgserlebnis beinhaltet
  • Stärkung des Selbstvertrauens und ein positives Selbstbild

Ich bin wer,
ich kann was,
ich bin für mich
und andere
wichtig und wertvoll!

Stressbewältigung bei Kindern:
Stressbewältigung

Erfolgreiche Bewältigung von Übergängen

Lernen mit Freude

„Lernen ist ein sich selbst verstärkender Prozess: Je mehr man bereits weiß, desto leichter fällt das Dazulernen. Demzufolge hat die Kindergartenzeit eine große, innerhalb des gesamten Bildungssystems sogar die größte Bedeutung, für das gesamte weitere Lernen eines Menschen“.
(Dipl. Pädagoge Dr. Gerhard Friedrich)

Im Mittelpunkt von Bildung im vorschulischen Alter steht nicht der Wissenserwerb, sondern die Vermittlung lernmethodischer Kompetenzen. Schon das Kleinkind soll das Lernen „lernen“ und so auf ein Leben vorbereitet werden, in dem lebenslanges Lernen unverzichtbar ist.
Lernangebote werden so anregend und attraktiv gestaltet, dass sie bei den Kindern die Lust und Freude am Lernen wecken. Sie haben Spaß daran, immer wieder neue Dinge zu erfahren.
Durch innere Differenzierung bei einem pädagogisches Angebot kann auf individuelle Unterschiede eingegangen werden. Wichtig ist, die Stärken der Kinder zu stärken und ihre Schwächen zu schwächen.

Die Verbindung von Spielen und Lernen
Kinder sind spielende Lerner. Spielen und Lernen sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Grundlegend für die elementare Bildung von Kindern bis zur Einschulung sind sinnliche Wahrnehmung, Bewegung und Spiel. Da sich Kinder über Bewegungserfahrungen Wissen über ihre Umwelt, aber auch über sich selbst, ihren Körper und ihre Fähigkeiten aneignen, wird ihnen ausreichend Gelegenheit zum Bewegen und zu Bewegungsspielen (z. B. Psychomotorikgruppe, Turnen, Garten) eingeräumt. Im Tagesverlauf wechseln sich körperlich aktive Phasen und Ruhephasen ab.

Die Rolle der Erzieherin im Lernprozess
Erziehung und Bildung sind ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen gleichwertigen Personen. Das bedeutet: Lern- und Kommunikationsprozesse werden gemeinsam organisiert und getragen. Mit den Kindern werden klare Regeln und Grenzen ausgehandelt und ihre Einhaltung vereinbart. Alle Beteiligten sind Lernende wie auch Lehrende.
Die Rolle der Erwachsenen ist durch eine impulsgebende und unterstützende Begleitung gekennzeichnet. Obgleich die erzieherische Verantwortung bei der Fachkraft bleibt, nimmt sie nicht die alleinige Expertenrolle ein. Durch ein individualisierendes und zugleich für alle verantwortliches Verhalten, wird sie für die Kinder zum Vorbild.

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